F.C. Viktoria Heiden 1921 e.V.

Punktgewinn beim SVS

/HEIDEN. Die Heidener Viktoria ist in der Westfalenliga angekommen. In Schermbeck erkämpfte sich der letztjährige Aufsteiger ein 2:2-Unentschieden. Und dieser eine Zähler war für die sehr kompakt auftretenden Gäste letztendlich hochverdient!
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Die Schermbecker versuchten, das Heft von Beginn an in die Hand zu nehmen. Gegen die gut gestaffelte Abwehr der Gäste gab es aber zunächst kein Durchkommen. In der eigenen Abwehr offenbarte der SVS jedoch einige Blößen, man lud die Viktoria praktisch zum Kontern ein. So hätte Heiden bereits nach zehn Minuten in Führung gehen können, Mario Brockmann brachte den Ball aber von der rechten Seite nicht auf den freistehende Markus Seyer. Es dauerte 24 Minuten, ehe die Platzherren zum ersten Mal richtig gefährlich wurden. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite kam Milaszewski zum Schuss und Patrick Janert musste für seinen bereits geschlagenen Torsteher Terlau auf der Linie klären.

Fast im Gegenzug dann das 1:0 für die Schützlinge von Trainer Harald Katemann. Sein Bruder Lars eroberte im Mittelfeld das Leder und passte flach auf Markus Seyer. Der lief alleine auf SVS-Schlussmann Krückemeier zu und vollendete eiskalt. Der Bann – bis dahin hatte Heiden in der Westfalenliga noch keinen Treffer erzielt – war gebrochen und der Torjubel der zahlreichen Viktoria-Fans auf der Tribüne war fast bis Heiden zu hören.

Nur 120 Sekunden später hätte Lars Katemann den Sack fast schon zumachen können. Dieses Mal war Markus Seyer der Vorbereiter. Er spielte Katemann frei, der aber aus sechs Metern den einzigen noch auf der Linie des eigenen Tores postierten Schermbeck Abwehrspieler anschoss. Das sollte sich rächen. Wieder nur zwei Minuten später bekam Schermbeck einen Freistoß zugesprochen, den Marek Klimczok in toller Manier verwandelte. Und damit nicht genug: In der 36. Minute schaffte Tim Dosedal mit einem unhaltbaren Schuss aus 20 Metern doch noch die Pausenführung für die Gastgeber.

In den zweiten 45 Minuten erlebten die Zuschauer ein echtes Kampfspiel. Große Einschussmöglichkeiten wie noch in der ersten Hälfte blieben Mangelware. Eine der wenigen Chancen führte dann zum 2:2-Ausgleich. Timo Gremme brachte in der 64. Minute einen Freistoß vor das SVS-Gehäuse und Keeper Krückemeier schien das Leder schon sicher zu haben. Er ließ den Ball dann aber doch noch vor die Füße von Markus Seyer fallen, der keine Mühe hatte, das 2:2 zu besorgen.

In der Folgezeit erhöhten die Gastgeber noch einmal den Druck, richtig gefährlich wurden sie aber nicht. Vornehmlich versuchte der SV Schermbeck, mit hohen Flankenbällen zum Erfolg zu kommen. Die Heidener Deckung um den starken Patrick Janert war aber jederzeit auf der Höhe des Geschehens und ließ nichts mehr anbrennen.

Spiel-Telegramm

SV Schermbeck – Viktoria Heiden 2:2 (2:1)
Viktoria Heiden: Terlau; Wiesmann, Janert, Thesing, Daniel Seyer, Pascal Herzog, Drolshagen (68. Möllmann), Markus Seyer, Brockmann (89. Benning), Gremme und Lars Katemann (86. Hussmann)
Tore: 0:1 (26., Markus Seyer); 1:1 (30., Marek Klimczok); 2:1 (36., Tim Dosedal); 2:2 (64., Markus Seyer)

Stimme zum Spiel

Harald Katemann (Trainer Viktoria Heiden): „Nach unserer wirklich guten ersten Halbzeit war es schon ärgerlich, dass wir 1:2 hinten lagen. Nach der Pause war Schermbeck mit Standards immer gefährlich, wir waren aber in den Situationen immer hellwach. Das haben die Jungs gut gemacht. Insgesamt geht das Ergebnis in Ordnung. Wichtig war, dass die Mannschaft gesehen hat, dass auch in der Westfalenliga was geht.“